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Sollen Kleinaktionäre durch einen Konzern enteignet werden können ?  ( 17. 01.2002 )

Leben wir in einer a(nti)sozialen Marktwirtschaft ?

Bereits im  Juli vergangenen Jahres ( 2001 ) hatte ich auf Änderungsvorstellungen der Bundesregierung zum Aktiengesetz mit dem Titel

Vorschläge zur Modernisierung des Aktienrechts stärken vor allem die Macht der Grossen ( 02.07.2001)

hingewiesen, welche die Rechte der Kleinaktionäre beschneiden sollen. Nun macht ein schwedisches Unternehmen über seine deutsche Tochtergesellschaft sich dafür stark, alle noch beteiligten Kleinaktionäre der Hamburgischen Electricitätswerke AG (HEW)  auszubooten. Davon war damals in dem betreffenden Zeitungsbericht nichts zu lesen gewesen.

Es erreicht mich nämlich ein freiwilliges öffentliches Kaufangebot der Vattenfall (Deutschland) GmbH, Hamburg  an die außenstehenden Aktionäre der Hamburgische Electricitäts-Werke AG, Hamburg („HEW"), in welchem man mich ( und natürlich alle anderen Aktionäre im Streubesitz ) mit folgender Ankündigung überreden will :

"Ab dem nächsten Jahr ist aufgrund der geplanten Einführung neuer gesetzlicher Vorschriften (novelliertes Aktiengesetz) damit zu rechnen, dass außenstehende Minderheitsaktionäre bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen gegen Gewährung einer Abfindung ausgeschlossen werden können („squeeze out").

Das bedeutet doch, dass es Bestrebungen der mächtigen Konzerne gibt, ggf. Kleinaktionäre zu enteignen, was meines Erachtens aber verfassungswidrig ist.

Ich sehe schon in der Berufung auf ein noch nicht beschlossenes ( und zudem noch m. E. verfassungswidriges ) Gesetz eine sittenwidrige Handlung.

Das gesamte Kaufangebot kann hier  abgerufen werden.