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1. 5. Aktien der Kritischen Aktionaere dienen als Mittel zur Beschaffung von Informationen aus dem Versorgungsbereich

Als ich erstmals Kreistagsabgeordneter wurde, war ich darüber erstaunt, dass der Kreistag nur wenige Mal im Jahr tagte ( vergl. Anlage 1 : Mitteilungs- und Diskussionsblatt des SPD- Ortsvereins Höxter Nr. 62 vom 15.03.1976 ). Ausser dem Kreisausschuss, dem ich nicht angehoerte, traten auch die Fachausschüsse nur sehr selten zusammen. Der Finanzausschuss, dem ich angehoerte, tagte zusammen mit Kreisausschuss. Und dabei erhielt ich eine Aufwandsentschaedigung von damals ca. 3oo,-- DM pauschal monatlich bei durchschnittlich insgesamt ca. 6 - 8 Sitzungen im Jahr. Dieses meines Erachtens starke Missverhaeltnis von Leistung und Entgelt brachte ich in der Fraktion und einmal auch in einem Ausschuss zum Ausdruck. Man sagte mir daraufhin, wenn ich die Aufwandsentschaedigung für zu hoch halte, könnte ich das Geld auch Wohlfahrtsverbaenden stiften.

Der Kreis Höxter war an einigen in privatrechtlicher Form geführten Versorgungsunternehmen beteiligt ( z. B. PESAG AG, PREUSSENELEKTRA AG ). Als ich einmal zwecks Informationsfindung in den Geschaeftsbericht des betreffenden Unternehmens Einblick nehmen wollte, sagte der Oberkreisdirektor, das ginge so nicht, der Kreistag müsse erst über mein Akteneinsichtsrecht beschliessen. Das brachte mich auf den Gedanken, von meiner Aufwandsentschaedigung Aktien von den Unternehmen zu kaufen, an denen der Kreis beteiligt war, bzw. von denen, die in Verbindung mit den kommunalen Versorgungsunternehmen standen, wie z. B. VEBA-, VEW-, RWE-, Rhenag-, VIAG- ,Gelsenwasseraktien. Anlass war das auch das Aufkommen der Kernkraftgegner und die beginnende Privatisierung der kommunalen Versorgungsbereiche. Es ging mir vor allem darum, Informationen zu sammeln, um dieser Entwicklung entgegegentreten zu können.

Diese Informationen, die ich auch der Partei zur Verfügung stellte, führten immerhin zu einer intensiven Privatisierungsdiskussion und retteten den gesamten Regierungsbezirk Detmold vor dem Zugriff des Waaserkonzerns Gelsenwasser AG. Dazu hatten wir u. a. den AfA- Bezirkssekretär mit meiner Aktie zur Hauptversammlung der Gelsenwasser AG geschickt.

Um meine Aktien auch später anderen Interessenten zur Verfügung stellen zu können, trat ich ich dem Dachverband Kritischer Aktionäriinen und Aktionäre e. V. (http://ourworld.compuserve.com/homepages/critical_shareholders/homepage.htm) bei.. Ihm kann ich jeder Zeit das Stimmrecht aus meinen Aktien übertragen oder von ihm mir selbst Eintrittskarten zum Besuch von Hauptversammlungen bestimmter Unternehmen besorgen. Ich war hier einige Zeit auch selbst aktiv war und verwaltete die Eintrittskarten der Aktionärsversammlungen.
 

Bemerkung zur Webseite : Dies ist ein Auszug aus : " Recht auf Information für jeden Bürger -  Wie man Informationsmöglichkeiten in einer Partei und im Staat verbessern kann "