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Neue Westfälische (Höxter) vom 04.07.1978

Kaufmännische Schulen Höxter

Sporthalle kommt

Höxter. Die ansteigenden Ringe des pädagogischen Zentrums der neuen Schule am Bielenberg waren bis auf den letzten Platz besetzt. 435 Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Berufsschule, der zweijährigen Berufsfachschule für Wirtschaft, der zweijährigen Höheren Handelsschule und der Fachoberschule für Wirtschaft erhielten ihre Abschlusszeugnisse. Vertreter des Schulträgers der Schüler- , Lehrer- und Eitemschaft gaben ihrer Freude zum Ausdruck, dass nun auch die Kaufmännischen Schulen die räumliche Möglichkeit haben, der großen Zahl ihrer Schülerinnen und .Schüler eine gemeinsame Feier zum Abschluss zu bieten.

Nach einer kleinen Morgenandacht begrüßte Oberstudiendirektor Borgdorf die Entlaßschüler und die Gäste, unter ihnen Landrat Brunnberg, dem de Schule sich in besonderer Weise verbunden weiß, weil er schon seit Jahren die Pläne für den Neubau der Kaufmännischen Schulen tatkräftig gefördert hat. Borgdorf: „Ich freue mich besonders, daß Sie, sehr geehrter Herr Landrat Brunnberg, heute unter uns sind, und heisse Sie im Namen der Schule herzlich willkornmen. Seinerzeit haben Sie als Vorsitzender des Schulausschusses des Kreises Höxter wesentlich dazu beigetragen, daB der Wunsch der damaligen kaufmännischen Abteilung der Berufs-und Berufsfachschulen des Kreises Höxter nach einer selbständigen schulischen Organisation zum 1. 8. 1968 realisiert werden konnte. Erstmals führen wir heute eine größere schulische Veranstaltung in diesem pädagogischen Zentrum durch. Auch dabei halten wir gern fest, daß Sie, Herr Landrat Bnmnberg, diese Baumaßnahme, die uns ein modernes Gebäude bescherte, zu einem ganz erheblichen Teil eingeleitet und gefördert haben."

Brunnberg ging in seiner Ansprache auf die Situation der berufstätigen Jugend ein, deren Probleme und Ängste in einer Zelt vermehrter Sorge um den Arbeitsplatz er ansprach. Er wies die Jugendlichen nachdrücklich auf die Bedeutung einer soliden Berufsgrundausbildung und ständiger beruflicher Weiterbildung hin. Brunnbarg konnte als Vertreter des Schulträgers noch die erfreuliche Mitteilung machen, dass mit dem Bau der geplanten Sporthalle für die Kaufmännischen Schuten noch in diesem Jahr begonnen werde. Diese Nachricht wurde natürlich mit besonderem Beifall aufgenommen. Oberstudienrat Bremer, seit mehreren Jahren SMV-Verbindungslehrer der Schule, hielt die Festanspräche. Für die Schulpflegschsft sprach deren 2. Vorsitzende, Frau Horn, für die Schülerschaft ihr Sprecher Michael Schramm.
 
 

Neue Westfälische vom 11.07.1978

Stellungnahme der SPD

Höxter. Zum Sporthallenbau der Kaufmännischen Schulen im Höxteraner Schutzentrum gibt der SPD-Ortsverein Höxter die nachfolgende Erklärung ab:

„Der SPD-Ortsvsrein Höxter begrüßt, dass nach Meldungen der örtlichen Presse mit dem Bau der Sporthalle der Kaufmännschen Schulen im Höxteraner Schulzentrum noch in diesem Jahr begonnen werden soll."

Er stellt fest

1. Der Antrag d«s Ortsvereins, die Sporthalle nicht erst 1980. sondern sofort m Angriff zu nehmen, wurde nach ausführlicher sachlicher Diskussion in der Mitgliederversammlung am 2. März 1978 beschlossen, anschließend mit einer ausführlichen Begründung in der örtlichen Presse veröffentlicht und am 8. April 1978 vom SPD-Unterbezirksparteitag in Bad Driburg übernommen. Er war also doch nicht so realitätsfern, wie einige Skeptiker meinten.

2. Die Inangriffnahme von drei Turnhallen für die berufsbildenden Schulen des Kreises in diesem Jahr stellt eine .große finanzielle Leistung des Kreises und des Landes NRW (das den Hauptanteil trägt) für unsere berufstätige Schuljugend dar. Sie konnte in diesem Maße nur deshalb durchgesetzt werden, well auf diesem Gebiet ein sehr großer Nachholbedarf bestand.

3. Die Auftragsvergabe für diese drei Bauvorhaben dürfte die Baukonjunktur und damit die Beschäftigungslage im Kreis wesentlich in der Folgezeit (besonders im kommenden Jahr 1979) beeinflussen, wobei sich ihre Streuung, (Brakel, Warburg, Höxter) strukturell besonders günstig auswirken wird.

4. Der Anteil dar SPD des gesamten Kreises und ihrer Kreistagsfraktion am Zustandekommen dieser Bauvorhaben ist in der Öffentlichkeit bekannt. Es sei nur noch einmal darauf verwiesen, daß zu Beginn der Haushaltsberatungen 1978 im Kreishaushalt für die drei Berufsschulen keine einzige Sporthalle ausgewiesen war.

5. Zur Zelt sind nur die beiden Sporthallen in Brakel und Warburg haushaltsrechtlich abgesichert.

Der SPD-Ortsverein Höxter fordert deshalb die SPD-Kreistagsfraktion auf, die finanziellen Mittel für die Sporthalle der Kaufmännischen Schulen In Höxter im Nachtragshausha't 1978 zu beantragen.