"Wahlalternative" tritt an
SPD-Abweichler planen für NRW-Landtagswahl im Mai
NÜRNBERG (dpa). SPD-Abweichler und unzufriedene Gewerkschafter wollen künftig mit einer eigenen Partei für mehr Demokratie und die Erhaltung des Sozialstaats in Deutschland kämpfen. Ihre Chancen bei der Wählerschaft wolle die bisher als Verein organisierte Politik-Initiative bereits bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2005 austesten, beschlossen die Delegierten der „Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit" (WASG) in Nürnberg. 2006 will die Partei bei der Bundestagswahl antreten.
Bis zum 18. Dezember soll das Votum aller 6000 Mitglieder eingeholt werden. Der eigentliche Gründungsparteitag soll Ende April oder Anfang Mai in Nordrhei-n- Westfalen stattfinden.
Mit der Teilnahme an der Landtagswahl will die WASG ihr Profil schärfen
und ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. "Es wird Zeit, dass wir uns zeigen",
sagte Vorstandsmitglied Thomas Händel. Nach Ansicht von Vorstandsmitglied
Klaus Ernst hat die neue Partei nur dann eine Chance, wenn sie sich als
Partei der Mitte verstehe. „Wir wollen keine kadermäßige Linkspartei sein",
betonte er.