Alternative der Abwasserentsorgung diskutiert -
Nahezu volles Haus beim Treffen der Kreisvereinigung der Vogelsberger Bürgermeister im Feldataler Rathaus
VOGELSBERGKREIS (r). Nahezu die gesamten Rathauschefs des Vogelsbergkreises hatten sich auf Einladung des Vorsitzenden der Kreisvereinigung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, Grebenaus Bürgermeister Jürgen Ackermann, im Sitzungssaal der Stadtverwaltung Feldatal eingefunden, um Alternativen in der Organisation der Abwasserentsorgung zu diskutieren.
Grundlage war ein Vortrag von Dr. Michael Strube, der als Geschäftsführer der WABAG Wassertechnik aus Butzbach zu den interessierten Kommunalpolitikern gekommen war. Dabei machte der Referent gleich zu Beginn deutlich, dass sich ein Nachdenken über Alternativen in der Abwasserentsorgung lohne. Verschiedene Organisationsformen, wie sie bereits bei den Abwasserverbänden in Kirtorf und Homberg teilweise umgesetzt seien, könnten sich für die anderen Gemeinden gleichfalls lohnen. Voraussetzung sei auf Seiten der Gemeinde eine entschlossene Haltung der Kommune, sorgfältige Auswahl des Partners, klare Entscheidungen und gute Ausarbeitung der Verträge. Eine lebhafte Diskussion zeigte weiteren Beratungsbedarf auf.
Auf Unverständnis der Bürgermeister trafen Ausführungen von Ulrichsteins Rathauschef Erwin Horst, der über seinen "Kampf mit den Behörden" hinsichtlich der Verwendung der Ausgleichsabgabe berichtete. Danach sei es derzeit gängige Praxis, die dem Vogelsbergkreis eigentlich zustehenden Gelder aus der Ausgleichsgabe nicht mehr auszuzahlen, sondern zunächst zu kürzen und teilweise überhaupt nicht mehr zur Verfügung zu stellen. "Dies ist ein Vorgehen, das wir uns keinesfalls gefallen lassen dürfen", legte Hans-Otto Zimmermann (Schotten) die Haltung der Verwaltungschefs dar. Er bat Jürgen Ackermann, sich bei der Hauptausschuss-Sitzung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes am 9. September im Sinne des Vogelsbergkreises einzusetzen.
Straßenverkehrsrechtliche Fragen beschäftigten anschließend die Verwaltungschefs. Bürgermeister Bernhard Ziegler (Herbstein) berichtete von rechtlichen Schwierigkeiten bei Straßensperrungen wegen größerer Vereinsfeiern. Auch seine Kollegen Lothar Bott (Gemünden) und Matthias Weitzel (Mücke) konnten ähnliche Erfahrungen, verbunden mit der Kostenübernahme, beisteuern.
Schließlich beschäftigten sich die Rathauschefs mit Einzelfragen
des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Vogelsberg (ZAV), die Verbandsvorsteher
Norbert Södler (Lautertal), unterstützt von seinem Kollegen Jürgen
Adam (Schwalmtal), hinreichend beantworten konnte. Mit einer Einladung
zur Eröffnung des Wartenberg-Ovals erfreute Bürgermeister Manfred
Dickel seine Kollegen.