cbl-request@ilpostino.jpberlin.de schrieb :
Meldungen des Tages:
1. Trauer um Traute Kirsch
(Rüdiger Heescher)
----------------------------------------------------------------------
Message: 1
Date: Fri, 05 Aug 2005 12:32:10 +0200
From: R ü diger Heescher <ruediger.heescher@attac.de>
Subject: [Cbl] Trauer um Traute Kirsch
To: AG gegen kommunalen Ausverkauf <cbl@listen.attac.de>
Message-ID: <BF190CBB.13310%ruediger.heescher@attac.de>
Content-Type: text/plain; charset="iso-8859-1"
Traute Kirsch ist von uns gegangen.
Sie ist uns allen bekannt aus vielen Sitzungen und Veranstaltungen und ihrem Engagement gegen CBL.
Bis zu ihrem Tod hat sie sich gegen Unrecht in der Welt eingesetzt und gilt uns als Beispiel mit welcher Unerschrockenheit und Konsequenz sie sich, trotz aller Widrigkeiten, eingesetzt hat.
Für mich ist sie ein Vorbild und werde sie vermissen.
Hier ein Nachruf aus der Anti Atom Bewegung.
gruss
Rüdiger
----------
Von: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen <AB.MS-Land@web.de>
Datum: Thu, 4 Aug 2005 20:07:09 +0200
An: "Gerd und Sofia Beckmann" <v.d.Driesch.Beckmann@t-online.de>
Betreff: Trauer um Traute Kirsch
ngo 4.8.05:
"Unrast" Atomkraftgegner trauern um Traute Kirsch
Nach langer schwerer Krankheit verstarb am 29. Juli die über Jahrzehnte bekannte und engagierte Atomkraftgegnerin Traute Kirsch. "Unsere Bürgerinitiative konnte seit ihrer Gründung im Jahr 1977 immer wieder aus ihren Anregungen und ihrer Unterstützung Gewinn ziehen", schreibt der Atomkraftgegner Hartmut Liebermann in einer Rundmail an seine Mitstreiter.
"Traute hat an vielen Demonstrationen, Erörterungsterminen und
anderen Aktionen in Ahaus teil genommen, nicht zuletzt in den Tagen des
Castor-Transportes 1998. Ihr größter Erfolg im Rahmen des Widerstandes
gegen Atomanlagen war wohl die Stillegung des Reaktors in Würgassen,
für die sie sich im Rahmen der örtlichen Initiative 'UNRAST'
viele Jahre eingesetzt
hat."
"Unrast" sei es auch gewesen, was ihre langjährige Arbeit kennzeichnete: "Sie ließ nie locker, aus ihren gewonnenen Einsichten die ihr notwendig erscheinenden Konsequenzen zu ziehen und andere damit zu konfrontieren." Dies sei manches mal unbequem gewesen, "hat aber immer wieder viele von uns zum Nachdenken gezwungen und dazu animiert, aus der eigenen Bequemlichkeit und Lethargie heraus zu kommen."
Jahrelang hatte Traute Kirsch auch auf ein ihrer Ansicht nach garantiertes Recht auf Stilllegung gepocht. Beharrlich verwies sie auf das "Kalkar-Urteil" des Bundesverfassungsgerichts, das der Nutzung der Atomenergie enge Grenzen setzte. Mit viel Nachdruck versuchte sie Mitstreiter aufzurütteln und in die Geheimnisse des Atomrechts einzuweisen, um die Stilllegung der Atomkraftwerke zu erwirken.
"Wir alle werden Traute schmerzlich vermissen", schrieb Liebermann. "Möge ihr jetzt nach Jahrzehnten der Unrast Ruhe und Frieden beschieden sein."
Eduard Bernhard, langjähriges Vorstandsmitglied des Bundesverbandes
Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sagte: "Umweltverbände
und Bürgerinitiativen werden Traute Kirsch vermissen. Ihr zu Ehren,
und angesichts der Gefahren der Radioaktivität, werden wir weiterhin
für das Leben und für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen
kämpfen."