Hintergrund
Banken-Neuland
Mit dem Verkauf der Sparkasse Stralsund will der Verwaltungsrat des
öffentlich-rechtlichen Kreditinstitutes einer Zwangsfusion mit der
Nachbarsparkasse durch das Finanzministerium in Schwerin zuvorkommen. Er
strebt dazu einen Verkauf an einen privaten Investor oder eine Fusion mit
Wertausgleich an. Der Vorgang wäre innerhalb des traditionellen deutschen
Drei-Säulen-Modells von Sparkassen, privaten Banken und Genossen-schaftsinstituten
einmalig. Um das Sparkassengesetz zu umgehen, wird in Stralsund mit Hilfe
von Investmentbankern ein so genannter Asset-Deal vorbereitet. Danach würden
nur die Vermögenswerte und Bankgeschäfte verKauft. Übrig
bliebe eine wertlose Hülle, die später aufgelöst wird. Die
Sparkasse Stralsund mit einer Bilanzsumme von 530 Millionen Büro hat
2002 zwei Millionen Gewinn erzielt. Die Bank mit 160 Mitarbeitern verwaltet
32000 Privat-und 2300 Geschäftskonten, (dpa)