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Oberhessische Zeitung (Alsfeld) vom 12.12.2003

Hintergrund

Banken-Neuland

Mit dem Verkauf der Sparkasse Stralsund will der Verwaltungsrat des öffentlich-rechtlichen Kreditinstitutes einer Zwangsfusion mit der Nachbarsparkasse durch das Finanzministerium in Schwerin zuvorkommen. Er strebt dazu einen Verkauf an einen privaten Investor oder eine Fusion mit Wertausgleich an. Der Vorgang wäre innerhalb des traditionellen deutschen Drei-Säulen-Modells von Sparkassen, privaten Banken und Genossen-schaftsinstituten einmalig. Um das Sparkassengesetz zu umgehen, wird in Stralsund mit Hilfe von Investmentbankern ein so genannter Asset-Deal vorbereitet. Danach würden nur die Vermögenswerte und Bankgeschäfte verKauft. Übrig bliebe eine wertlose Hülle, die später aufgelöst wird. Die Sparkasse Stralsund mit einer Bilanzsumme von 530 Millionen Büro hat 2002 zwei Millionen Gewinn erzielt. Die Bank mit 160 Mitarbeitern verwaltet 32000 Privat-und 2300 Geschäftskonten, (dpa)