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Großfusion

Gedankenspiele über "Sparkasse Rheinland"

Die Sparkassen von Düsseldorf, Köln, Bonn und Leverkusen wappnen sich offenbar gegen unerwünschte Übernahmen. Einer eventuellen Gesetzesänderung, die Akquisitionen der kommunalen Kreditinstitute durch Privatbanken ermöglichen soll, setzen sie womöglich eine Großfusion entgegen.

Die Sparkassen wollen sich von den Privatbanken nicht kampflos vereinnahmen lassen.

In den nächsten Monaten solle ein Zusammengehen ausgelotet werden, berichtete die Welt. Kommende Woche solle sich der Strategieausschuss des Verwaltungsrats der Sparkasse Köln mit einer Fusion der vier rheinischen Institute beschäftigen. Dabei solle es auch schon um die Besetzung des Chefpostens gehen, schreibt die Zeitung.

Die neue Großsparkasse mit dem Arbeitsnamen „Sparkasse Rheinland“ wäre nach der Hamburger Sparkasse mit einer Bilanzsumme von 38 Milliarden Euro die Nummer zwei in Deutschland.

Fusionsmotor Politik

Auslöser der Fusionsgespräche sind dem Bericht zufolge die 2002 erfolgte Verschmelzung der Kreissparkasse Köln und der Sparkasse Rhein-Sieg zur Nummer drei der Branche sowie der Kostendruck und die Forderung aus der Bundespolitik nach einer Privatisierung der Sparkassen. Fusionsmotor sei dabei die Politik. Allerdings seien die betroffenen Sparkassen-Vorstände teilweise skeptisch.

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Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse Köln, der CDU-Bundestagsabgeordnete Rolf Bietmann, hatte am Samstag bestätigt, dass die Stadtsparkassen Köln, Bonn und Düsseldorf enger zusammenrücken wollten. Eine Fusion sei aber derzeit kein Thema. „Es gab Gespräche über Kooperationen zum Beispiel im technischen Bereich“, sagte er.

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) hatte gesagt, die Stadtoberhäupter hätten mit den Sparkassenchefs „intensive Gespräche“ über einen Zusammenschluss geführt. „Wir hoffen nun auf ein gutes Ergebnis.“

(sueddeutsche.de/dpa)