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WestLB

Umbau soll bis 2002 abgeschlossen sein

BERLIN (rtr/dpa). Die Neuordnung der Westdeutschen Landesbank (WestLB) wird nach den Worten ihres Vorstandschefs Friedel Neuber bis Ende des übernächsten Jahres abgeschlossen sein. Erwogen werde die Aufspaltung der Bank in einen öffentlich-rechtlichen und einen privaten Konzern, erklärte Neuber in einem Gespräch mit der Welt am Sonntag. Das private Unternehmen werde sich um das internationale Geschäft kümmern. Es werde wahrscheinlich als eine Aktiengesellschaft geführt. Daneben gebe es noch weitere Modelle, die in den nächsten zwei Wochen in der Runde der Gewährträger diskutiert würden. Eine Entscheidung falle bis Ende des Jahres, kündigte der Manager an. Die Bank suche nach einer "juristischen Konstruktion, die auch von der Wettbewerbskommission der Europäischen Union in Brüssel akzeptiert wird".

Das Institut beabsichtige "natürlich", Mitglied der deutschen Sparkassenorganisation zu bleiben, stellte Neuber klar. Er unterstrich zudem, dass die Neuordnung der WestLB keinen Modellcharakter für andere Landesbanken habe, da diese völlig unterschiedliche Strukturen besäßen.

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hatte wiederholt Kritik am System der öffentlich-rechtlichen Sparkassen in Deutschland mit ihren Landesbanken geäußert. Er sieht die staatlichen Haftungsgarantien für grenzüberschreitend tätige Institute als Beihilfen an, die möglicherweise gegen EU-Recht verstoßen. Gegen die Sicherheiten hatte Ende 1999 bereits die Europäische Bankenvereinigung Beschwerde eingelegt.

Derzeit gebe es noch keine Beschlüsse, ob sich das Geldhaus im Zuge der Neuordnung von Industriebeteiligungen trenne, sagte Neuber weiter. Auch zu seinem möglichen Nachfolger wollte er sich nicht äußern. Neuber wird sich im August nächsten Jahres aus dem Bankengeschäft zurückziehen.

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Dokument erstellt am 19.11.2000 um 21:17:56 Uhr
Erscheinungsdatum 20.11.2000